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22. Mai 2011 7 22 /05 /Mai /2011 19:41

Das Konzert in Leipzig sollte in meinen Augen die Stunde der Wahrheit sein... Soll bedeuten, dass ich schon mit dem Gedanken hingegangen bin, herauszufinden, ob mich Daniel mit seiner Musik und der Show, die er auf der Bühne abliefert, noch begeistern kann. Seine Leistung war über die Jahre hinweg sensationell, keine Frage, aber mir war es wichtig, ob er irgendwelche Gefühle in mir weckt. Mein letztes Konzert lag 4 Jahre zurück,...danach trennten sich unsere Wege.... Was wird mich diesmal erwarten?

Die Hinfahrt verlief ein bissl chaotisch. Man muss bedenken, dass wir ohne Navi gefahren sind und vor uns plötzlich das Schild „Umleitung“ auftauchte. Großes Stöhnen im Auto. Aber wir ließen uns nicht unterkriegen und haben uns recht zügig nach Leipzig durchgekämpft.

Als Einlass war, führte uns eine sehr lange Treppe in den Konzertsaal. Die Flure waren dekorativ hergerichtet. Mal stand eine Couch mit Kissen, an anderer Stelle stand ein gedeckter Tisch mit Geschirr und Weingläsern. Dies diente alles nur als Ambiente und wirkte sehr elegant. Der Konzertsaal war ein etwas kleiner Raum und nach den Sitzreihen und Plätzen zu urteilen, passten etwa 265 Menschen rein. Etwas seitlich von der Bühne stand ein großer Kerzenständer. Der Saal wirkte auf mich sehr angenehm und ließ eine warme und vertraute Atmosphäre spüren.

Die Wartezeit nach Einlass war recht kurz. Im nu kamen die Bandmitglieder auf die Bühne und Daniel als letzter hinterher. Als sehr positiv empfand ich sein Engagement, das Publikum zum „Mitmachen“ zu animieren. Daniel hob seine Arme in die Luft und klatschte...sofort stimmte das Publikum mit ein und tat es ihm nach. Das gab ein sehr schönes Bild des Zusammenhalts. Wenn alle in dieselbe Richtung blicken, kann gemeinsam etwas Großes aufgebaut werden, genau so habe ich den Augenblick empfunden. Bei fast jedem Lied, gerade bei den schnelleren, sind alle aufgestanden und haben mitgewippt. Ab und zu, ich glaub 2 oder 3 Mal hat Daniel gesagt, dass wir uns wieder setzen dürfen, dafür sind die Stühle ja da. Einmal piepte es durch die Funkwellen eines Handys. Daniel war ganz irritiert und sagte, er habe kein Handy dabei und zeigte aus Spaß auf jemanden in der 1. Reihe. Seine Sprüche mittendrin waren recht witzig. Fand ich toll, dass er noch bissl Show gemacht hat.

Entweder ging das Konzert gar nicht so lange oder die Zeit verging viel zu schnell.

Ich war überrascht, dass doch einige deutsche Lieder gesungen wurden, obwohl sicher keiner damit gerechnet hatte. Auf viele ältere Lieder hab ich mich gefreut, wie Liebe Nation oder Rebell. Das hat mich gleich an die alte Zeit erinnert....an mein letztes Konzert vor 4 Jahren, dort wurden diese Lieder auch gesungen. Da wurde mir gleich bewusst, was ich alles schon erlebt habe. In zwei neue Lieder hab ich mich sofort verliebt und hör sie mir auch jetzt ganz oft bei YouTube an. Und zwar „The future lies within our hands“ und „Für Dich solls rote Rosen regnen“.

Daniel hatte richtig gute Laune an diesem Abend und ließ es uns spüren, dass es ihm gut geht. Während des Konzertes, ganz zum Schluss erwähnte er auch, dass er anschließend mit uns feiern wird. Auf der ASP wurde extra für ihn ein Tisch hingestellt, direkt vor mir, wo ich ihn schön im Blick hatte. Dabei konnte ihn so schön beobachten wie er gelacht hat und einfach nur glücklich wirkte. Den Anfang der ASP fand ich jetzt nicht so toll, denn wer schon mit dem Essen fertig war, saß im Prinzip nur rum. Es gab zunächst keine Musik, erst als Daniel aufstand und den CD-Player bediente. Er war auch schnell von Fans umringt. Es tat auch mal gut, ihn zu beobachten wie er als „privater Mensch“ ist. Auf der ASP konnte er einfach er selbst sein. Man konnte mit ihm Gespräche führen, er hat geduldig jeden Fotowunsch erfüllt, auch wenn man ihn 3 oder 4 Mal danach fragt. Früher, also vor 4 Jahren hätte ich mich nie getraut zu Daniel zu gehen, da hab ich jedes Mal gezittert, sobald er in der Nähe war. Das war diesmal anders. Ich hab ihn nicht als Star gesehen, sondern als ganz normalen Menschen wie du und ich. Zu später Stunde ging Daniel selbst auf die Tanzfläche und tanzte.

Mein Fazit: Die Gefühle, die ich früher immer während eines Konzertes oder vorher schon hatte (das Aufgeregt sein, das „Kribbeln im Bauch“) sind nicht mehr da. Seine Leistung auf der Bühne ist sensationell, stimmlich perfekt, singt Lieder die mir gefallen, animiert das Publikum zum Mitmachen, haut witzige Sprüche raus... Mir ist noch aufgefallen, dass er verdammt guuuut aussieht. Ich mochte (früher) diese Anzüge nicht und Jazz schon gar nicht, aber all das kam in Leipzig nicht zum Vorschein. Bloß gut. Der lockere Daniel ist mir lieber.

Als Mensch ist Daniel sehr liebenswert, ich mag ihn. Er ist anders als die anderen Künstler.

Ich bin der Meinung, dass mir das Konzert schon was gebracht hat. Als Fan würde ich mich jetzt nicht bezeichnen, weil es bis dahin noch ein langer Weg ist. Da gehört sicher noch mehr dazu als nur ein Konzert zu besuchen... Ich bin aber bereit, mich darauf einzulassen. Auf jeden Fall werde ich mich intensiver mit ihm beschäftigen und die Zukunft entscheiden lassen, wie es weitergeht...

Das Konzert in Leipzig war auf jeden Fall sehr schön und ich bereue es nicht, dabei gewesen zu sein.danielundich.jpg

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Published by traumland87 - in Konzerte
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